Farbvererbung beim Labrador

für Einsteiger

Free Website Translator

Eigentlich ist es ganz simple, doch oft wird es zu kompliziert erklärt. Mit Gencods können die meisten Leute eh nichts anfangen und wie viel Prozent Welpen von welcher Farbe, welchen Geschlechts fallen könnten, sind eh nur Annahmen, denn die Natur beweist uns oft genug, das sie das letzte Wort hat. Auch will ich hier Bezeichnungen wie „Phänotyp“ und „Genotyp“ weglassen, solche Dinge interessieren nur Züchter, also ein paar Wenige;)

Viele Leute sprechen uns darauf an, wie es sein kann, das aus einem braunen (silver) und einem schwarzen (charcoal) Labrador, gelbe (champagner) Welpen entstehen können. Wenn sie das verstanden haben, verstehen sie die Vererbungslehre beim Labrador.

Nehmen wir gleich dieses Beispiel: einen Rüden und eine Hündin und lassen außer acht, dass ihre eigentliche Farbe verdünnt sind. Der Rüde ist schwarz und er trägt in sich die Farbe Gelb. Das Gen für die braune Farbe fehlt ihm. Die Hündin ist braun und trägt in sich auch die Farbe Gelb. Schwarz müssen sie nicht tragen, denn schwarz wird dominat vererbt. Alle Labradors vererben schwarz, immer dann, wenn ein Hund der Verpaarung ein großes B im Gencode stehen hat.
Bedeutet also, weil beide das Gen für Gelb tragen, fallen gelbe Welpen, weil der Rüde aber das Gen für Braun fehlt, fallen keine braunen Welpen. Dafür aber Schwarze, weil schwarz dominant vererbt wird. Bedeutet wiederum, würde man einen braunen und einen gelben Labrador verpaaren, bei dem keiner von beiden die Farbe des Anderen in sich trägt, fallen nur schwarze Welpen.

Übrigens verpaart man zwei gelbe Labbis, fallen immer nur Gelbe, egal welche Farbe sie in sich tragen.

Die Verdünnung, also der Silberschimmer kommt hinzu, je nachdem ob beide die Verdünnung nach außen zeigen, dann fallen auch nur verdünnte Hunde. Zeigt es nur einer nach außen und der Andere trägt das Gen nur in seinen Anlagen, dann wird es einen gemischten Wurf geben.

Zeigt es nur ein Elterntier nach außen und das Andere trägt die Anlagen für eine Verdünnung der Fellfarbe gar nicht, werden aber alle Welpen das Dilute Gen in sich tragen, aber kein „verdünnter Welpe“ wird fallen. Trägt nur ein Elterntier das Gen für die Verdünnung in sich, dann vererbt es dieses Gen an die Hälfte seiner Nachkommen. So verhält es sich auch mit den Farben. Ist ein Hund Braun vererbt er es an alle seine Nachkommen, trägt er es nur in sich, vererbt er es an die Hälfte seiner Nachkommen.

Es ist als ganz einfach. Beide Elterntiere müssen das Gen für die jeweilige Farbe oder Verdünnung tragen, dass es einen Welpen dieses Typs gibt. Um zu erfahren, welche Farben ein Labbi trägt, lässt man sein Genmaterial z.B. bei Laboklin testen. Einen braunen Labbi lässt man auf Gelb testen, einen Gelben auf braun, einen Schwarzen kann man auf beide Farben testen lassen.
Schwarz lässt man bei keinem Labbi testen und muss auch nicht erwähnen das sie es in sich tragen. Auch kann man einen Labbi nicht auf silver, charcoal und champagner testen, nur auf das Dilute Gen.

Fragen sie den Züchter ihres Vertrauens nach diesem Basiswissen. Vielleicht entscheiden sie sich später selbst einmal zu züchten, dann ist es sinnvoll zu wissen, mit welchen Anlagen für Farbe ihr Welpe ausgestattet ist.

Quelle

http://www.silverrudel-labradorzucht.de/pages/zucht/farbvererbung.php

© Kennel of Silvermoon

powered by Beepworld